Aufruf zur Klimastreik-Demo!

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Newsletter mit Informationen der Projektgruppe StadtNatur.
Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten und/oder wenn Sie ihn in ihrem Hauseingang aufhängen. Danke!
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Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
mit unserem Engagement fürs Klima stehen wir zur Zeit nicht alleine da: Ein breites Bündnis aus Umweltorganisationen, Wissenschaftlern, Gewerkschaften, Kirchen, Kultureinrichtungen und vielen Firmen rufen auf, gemeinsam auf die Straße zu gehen und an diesem wichtigen Tag konsequenten Klimaschutz zu fordern. Wir vom Ackermannbogen sind auch dabei (Genaueres s.u.).
Warum gerade der 20. September so wichtig ist? An diesem Freitag tagt das Klima-Kabinett in Berlin und entscheidet, wie es mit dem Klimaschutz in Deutschland weitergehen soll. Gleichzeitig wird in New York der UN-Gipfel zur Klimakrise vorbereitet.

Das Titelbild mit dem Gemüse-Stillleben steht für die introvertierte und alltägliche Seite unseres Klima-Engagements: Unser Essverhalten, insbesondere der hohe Anteil tierischer Lebensmittel, trägt erheblich zum Gesamtausstoß an Treibhausgasen und damit zur Erderwärmung bei. Für geschätzte 40% der gesamten Emissionen der EU ist der Ernährungssektor verantwortlich. Das wird leider zu wenig beachtet, wenn es um Maßnahmen gegen den Klimawandel geht. Deshalb auch hier schon der Hinweis auf unseren quartierseigenen Aktionstag Nachbarn für Nachhaltigkeit am 12. Oktober: Wir von der StadtNatur laden zur grünen Tafel und suchen dafür noch Leute, die mitmachen wollen! (Näheres s.u.)
(Bild: Ruth Mahla, Künstlerin und StadtAcker-Aktive)
Unsere Veranstaltungen im Überblick:

  • Pflanzenvermehrung durch Stecklinge
  • So schmeckt Artenvielfalt – Wildfrüchte in der Stadt
  • Kochen am Feuer – ein Spaß für Klein und Groß
  • Im Zauberreich der Artenvielfalt – Geheimnisse und Leckereien von der Schafgarbe
  • Nachbarn für Nachhaltigkeit – die StadtNatur lädt zur grünen Tafel
  • Sauerkraut à la Ackermannbogen

Pflanzenvermehrung durch Stecklinge

Von vielen Gehölzen und auch Kübelpflanzen lassen sich durch Stecklinge neue Pflanzen gewinnen. Besonders gut geht dies bei den meisten Beerensträuchern sowie vielen Stauden wie z.B. Lavendel, Salbei u.v.m. Wie das schneiden und pflegen der frisch geschnittenen Stecklinge funktioniert und wie man sie dazu bringt, Wurzeln zu bilden, erfahren wir in diesem Workshop.
Referentin: Christine Nimmerfall
Mittwoch, 18. September 2019, 18 – 20 Uhr, im StadtAcker
Anmeldung. stadtacker@ackermannbogen-ev.de
mitmachen kostet nichts, Spenden willkommen

So schmeckt Artenvielfalt - Wildfrüchte in der Stadt

Bei einer Erkundungsrunde im Olympiapark lernen wir Kornelkirsche, Weißdorn & Co kennen und von giftigen Doppelgängern unterscheiden. Dabei probieren wir praktische Erntetipps aus und kochen gemeinsam einen Wildfrüchtepunsch. Bei der Verkostung von selbstgemachten Marmeladen und Chutneys erfahren wir Wissenswertes über die Verwendung in Küche und Hausapotheke.
Bitte mitbringen: Korb oder Stofftasche, Schere, Teller, Besteck, Becher.
Auch für Familien geeignet.
Referentin: Alicia Bilang
Samstag, 21. September 2019, 14.30 - 17 Uhr
Anmeldung bis spätestens 19. September unter alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de
Treffpunkt: Eingang Olympiapark an der Ecke Ackermannstraße/Spiridon-Louis-Ring
Erwachsene 12 € (LBV- oder Ackermannbogen-e.V. Mitglieder 10 €), Kinder frei

Kochen am Feuer - Ein Spaß für Klein und Groß

Grillen am Lagerfeuer – das kennt jeder. Wie man sich am Feuer eine Pizza bäckt, erfahren wir an diesem Abend. Passend dazu gibt es verschiedene Wildkräuterdips. Die hierfür verwendeten Kräuter und Blüten lernen wir vor Ort im StadtAcker kennen.
Am Feuer: Die Kräuterpädagoginnen Alicia Bilang und Tanja Wassmann
Freitag, 27. September 2019, 17 - 21 Uhr, im StadtAcker
Anmeldung zwecks Materialplanung unter alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de
ist bereits ausgebucht! wir haben eine Warteliste, falls Leute absagen..
Mitmachen kostet nichts, Spenden für Material willkommen.

Im Zauberreich der Artenvielfalt –
Geheimnisse und Leckereien von der Schafgarbe

für Kinder ab 9 J. und Familien geeignet.
Naturerlebnistag zum Thema Schafgarbe u.a. mit spannenden Geschichten und Mythen, selbstgemachter Kräuterbutter und Magenbitter. Rezepte zum Mitnehmen.
In Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV)
Bitte kleine Brotzeit und Getränk mitbringen.
Referenten: Alexandra Baumgarten (LBV), Alicia Bilang (PG StadtNatur)
Donnerstag, 3. Oktober 2019, 11 - 14 Uhr
Anmeldung bis 1. Oktober unter alexandra.baumgarten@lbv.de
Treffpunkt: Ackermannstraße Ecke Elisabeth-Kohn Straße
Kostenbeitrag € 5,- /Kind

Nachbarn für Nachhaltigkeit –
die StadtNatur lädt zur grünen Tafel

Im Rahmen des Förderprojekts „Kurze Wege für den Klimaschutz“ entwickelte sich aus der StadtNatur-Gruppe heraus die Veranstaltungsreihe „So schmeckt Klimaschutz“, bei der wir viele Rezepte kennenlernten, die sich an den Kriterien für nachhaltige Ernährung orientieren. Eine Auswahl unserer Lieblingsspeisen wollen wir an diesem Abend der Öffentlichkeit vorstellen.
Im Vordergrund stehen Zubereitungen aus Hülsenfrüchten und verschiedene Produkte aus den heimischen Wildbeeren der näheren Umgebung.
Wer möchte mitmachen? Z.B. eine Speise zubereiten, Getränke mitbringen, beim Aufbau helfen oder einfach nur Probieren und Infos einholen?
bitte melden unter stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Samstag, 12. Oktober 2019, 17 Uhr, am Stadtplatz
Mitmachen kostet nichts, Spenden erbeten.

Sauerkraut à la Ackermannbogen

Weil das selbst eingestampfte Sauerkraut voriges Jahr so gut gelungen ist, stellen Hannelore und Max auch dieses Jahr ihr großes Holzfass zur Verfügung. Beim Hobeln und Stampfen wechseln wir uns wieder ab. Anschließend lassen wir Millionen von Milchsäurebakterien für uns arbeiten. Sie sitzen von Natur aus auf den Kohlblättern und sorgen dafür, dass das Kraut haltbar wird. Nach etwa sechs Wochen können sich alle, die mitgemacht haben, von dem gut gesäuerten Kraut etwas für sich abfüllen.
Am Fass: Hannelore Schnell, Maximilian Demmel
Donnerstag, 17. Oktober 2019, 18 – 21 Uhr, GBS 14
Anmeldung unter stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Mitmachen kostet nichts, Kosten fürs Kraut werden auf das fertige Produkt umgelegt.

Über das Quartier hinaus:

Globaler Klimastreik am 20. September 2019

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière
Alle Infos – Hintergründe, Forderungen und die Karte mit den beteiligten Städten hier.
Wir vom Ackermannbogen e.V. sind dabei, deshalb hat die Geschäftsstelle und die NachbarschaftsBörse am Freitag ab 11.30 Uhr geschlossen.
Wer sich uns anschließen möchte: Wir starten mit dem Fahrrad um 11.30 Uhr vor der NachbarschaftsBörse, Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9
Freitag, 20. September 2019, 12 Uhr, Königsplatz

Buen Vivir und Postwachstum -
Nachhaltiges Wirtschaften und das Recht auf Gutes Leben

Wie wollen wir leben? Wie sieht "Gutes Leben" aus? Kann es ein "Gutes Leben" für alle geben?
Vortrags- und Diskussionsabend mit Prof. Dr. Alberto Acosta, Prof. Dr. Niko Paech
Montag, den 23. September 2019, 19.30 Uhr
Amerikahaus München, Barerstr. 19a, (Karolinenplatz)
Mehr dazu und Anmeldung.

Extinction Rebellion – Aufstand gegen das Aussterben

Große Blockade in Berlin am 7. Oktober 2019
Die Bewegung hatte ihren Ursprung vor einem Jahr in London, neben London stehen dieses Jahr auch Berlin, Amsterdam, Paris und New York im Zentrum des Geschehens.
Alle Infos über Hintergründe und Beteiligungsmöglichkeit hier.
Die Münchener Extinction Rebellion-Gruppe organisiert einen Bus für die Fahrt nach Berlin am 5. Oktober. Mehr dazu unter muenchen@extinctionrebellion.de

Im Portrait

Die Durchwachsene Silphie

(Silphium perfoliatum) Familie der Korbblütler
bdr
Am östlichen Zaun im StadtAcker hinter dem Brunnenplatz blüht zurzeit die Silphie, eine über zwei Meter hohe Staude mit gelben Blüten an stark verzweigten Stängeln, die den Blüten der Topinambur ähneln. Beide Pflanzen gehören zur selben Familie; im Unterschied zur Topinambur hat die Silphie aber Blätter, die am Blattgrund miteinander verwachsen sind und dadurch einen Becher am Stängel bilden, in dem sich Regenwassre sammelt. Deshalb heißt die Pflanze auch durchwachsene Silphie.
Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika, in Deutschland ist sie bekannt geworden, seit sie von landwirtschaftlichen Betrieben als Futter- und Silagepflanze angebaut wird. Außerdem macht sie als potentielle Energiepflanze von sich Reden, da sie ungefähr genau so viel Biomasse produziert wie Mais und dabei einige Vorteile mit sich bringt: Sie ist mehrjährig, muss also nicht jedes Jahr neue angesät werden, was weniger Arbeit und macht und den Boden schont, zumal sie keine Düngung und kein Unkrautvernichtungsmittel benötigt. Zudem kommt sie besser mit Trockenheit zurecht als der Mais, weil sie ihren Wasserbedarf nicht nur aus der Erde, sondern auch mit Hilfe ihrer Blattbecher deckt. Ein weiteres Plus ist ihre große Beliebtheit bei Insekten. Sie blüht bis in den Herbst hinein, wenn es für Honigbienen ansonsten nicht mehr viel Nektar zu finden gibt.
Aus GärtnerInnen-Sicht hat die Staude weitere Vorzüge: sie wird jedes Jahr kräftiger ohne zu wuchern, sät sich – wenn überhaupt – sehr zurückhaltend aus. Die Schnecken fressen im Frühjahr vielleicht an ihr, aber ab Mai haben sie keine Chance mehr gegen ihre Vitalität und Wuchskraft.
Wenn man hier die ganzen Vorteile der Silphie aufzählt, muss man andrerseits kurz erwähnen, dass der Anbau von Energiepflanzen generell viele Nachteile mit sich bringt, da er mit der Nahrungsmittelproduktion und der Notwendigkeit des Schutzes natürlicher Ökosysteme konkurriert. Wenn für den Anbau von Energiepflanzen Regenwälder abgeholzt oder Moore trockengelegt werden, kann die Energiegewinnung aus Biomasse in der Summe auch klimaschädlich sein. Dies gilt aufgrund der energieintensiven Anbaupraktiken auch für die Erzeugung von Agrartreibstoffen aus Mais und Weizen in den USA und aus Raps in Deutschland, für deren Anbau in den USA bereits ein Fünftel und in Deutschland zwölf Prozent des gesamten Ackerlandes genutzt werden. Das Anbau- und Herstellungssystem führt insgesamt zu höheren Emissionen an Treibhausgasen als die Nutzung fossiler Kraftstoffe! In vielen Ländern sind außerdem auch aufgrund der Nutzung von Mais und Weizen für die Herstellung von Treibstoffen bereits die Lebensmittelpreise gestiegen. Darunter leiden vor allem die Ärmsten der Armen: Zu hohe Preise sind der Hauptgrund für den Hunger auf der Welt.
Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München
Tel. 089 / 307 496 34
Fax 089 / 307 496 36
Kontakt PG StadtNatur:
Alicia Bilang, Hannelore Schnell, Konrad Bucher
stadtnatur@ackermannbogen-ev.de
Kontakt StadtAcker:
stadtacker@ackermannbogen-ev.de
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Gefördert von der Landeshauptstadt München, Sozialreferat
Vorstand: Achim Brezowsky, Henrike Cramer, Herbert Grill, Peter Hangen, Dietlind Klemm
Träger: Ackermannbogen e.V., Anschrift s.o.
Registernummer: VR 16821, Amtsgericht München,
Steuernummer: 143/210/01255
Spendenkonto: Ackermannbogen e.V.,
IBAN: DE09 7009 0500 0003 2849 80
BIC: GENODEF1S04 (Spardabank München)