Demeter-Gemüse am StadtPlatz und andere News

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Newsletter mit Informationen der Projektgruppe StadtNatur.
Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten und/oder wenn Sie ihn in ihrem Hauseingang aufhängen. Danke!
sdr
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
willkommen im neuen Jahr mit vielen neuen Ideen rund um die StadtNatur!
Das vom Umweltministerium gefördert Projekt „Kurze Wege für den Klimaschutz“ ist mit Ende 2019 beendet, die Aktivitäten in der StadtNatur und im StadtAcker gehen trotzdem weiter, ganz sicher auch unser Engagement für Klima und Biodiversität!
Wir sind gerade dabei, die beiden Projekt-Jahre abschließend auszuwerten. Wer sich von Ihnen noch nicht an der Evaluation des Klimaprojekts beteiligt hat, findet hier den Fragebogen. Ausgefüllte Formulare bitte in den Briefkasten Rosa Aschenbrenner-Bogen 9 werfen. Danke!

Zum Bild: die abgeblühten Stauden vom letzten Sommer haben wir bewusst nicht abgeschnitten, weil sich kleine Finken wie Zeisige oder Stieglitze immer noch von den Samen von Wegwarte, Wilder Karde, Echter Goldrute usw. ernähren. In den hohlen Stängeln überwintern weniger auffällige Gartenbewohner wie Schwebfliegen, Wildbienen, diverse Käfer im Puppen- oder Larvenstadium. Außerdem sind die unterschiedlichen Samenstände ästhetisch und geben dem Garten auch im Winter Struktur.
Unten die anstehenden Veranstaltungen, weiter unten informativen Lesestoff zu „brennenden“ Themen, ganz am Ende das Pflanzenportrait

Verkaufsaktion:
Obst und Gemüse vom Demeterhof Birkmeir

Diesmal im Angebot: Kartoffeln: rote Sorte, Linda (für Salat) und Agria (eher mehlig), Zwiebeln: gelbe und rote, Karotten, kleine rote Bete, kleine Sellerie, Weißkraut, Blaukraut, wenig kleinen Wirsing, restliche Hokkaidos (teilweise mit Macken), Knoblauch 2. Wahl, Äpfel: Kaiser Wilhelm und Hornberger (gut lagerfähig), Walnüsse, Apfelsaft.
Abgesehen davon, dass das Gemüse schmeckt und satt macht, geht es uns mit den Verkaufsaktionen darum, den Kontakt zwischen Landwirten und Verbrauchern in der Stadt herzustellen, um damit das Verständnis für die Bedingungen und Vorteile der ökologischen Landwirtschaf zu fördern.
Samstag, 18. Januar 2020, 12 – 15 Uhr, auf dem StadtPlatz
Infos und Vorbestellung unter: stadtacker@ackermannbogen-ev.de

Vortrag mit Diskussion:
Neue Gentechnik – notwendig für eine zukunftsfähige Landwirtschaft?

Mit neuen Technologien unter der Bezeichnung „Genome Editing“ oder „CRISPR Cas“ versuchen Agrochemiekonzerne die Zulassung gentechnisch veränderter Lebensmittel zu vereinfachen und zu beschleunigen. Bislang ohne Erfolg: Noch greift auch für diese „neue Gentechnik“ die Risikovorsorge des strengen europäischen Gentechnikrechts. Doch das könnte sich mit der geplanten Novellierung bald ändern. Welche Risiken sind mit den neuen gentechnischen Methoden verbunden und welche Alternativen gibt es für eine zukunftsfähige globale Landwirtschaft?
Referentin: Dr. Hannelore Schnell
Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 - 21 Uhr, GBS 14
Anmeldung: stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Mitmachen kostet nichts, Spenden willkommen.

Sauerkraut-Essen

Letzten Herbst haben wir ca. 100 kg Sauerkraut eingestampft, seit Weihnachten essen wir davon. Es ist noch genug da, um wieder einen Sauerkraut-Kochabend zu veranstalten. Was im Einzelnen auf der Speiskarte steht, hängt davon ab, wer alles kommt. Ein Lieblingsgericht ist schon fest eingeplant: Kraut-Spätzle (bayerisch-schwäbisches Pfannengericht.)
Donnerstag, 6. Februar 2020, 18-21 Uhr, GBS 14
Anmeldung bitte bis spätestens 03.02.: stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Mitmachen kostet nichts, die Essenausgaben werden umgelegt.

Über das Quartier hinaus:

Dr. Vandana Shiva in Andechs

Impuls-Vortrag von Frau Dr. Dr. h.c. mult. Vandana Shiva über Wege aus der Klimakrise: Was Unternehmen, Landwirte und Verbraucher jetzt tun müssen. Mit anschließender Diskussion.
nähere Infos und Eintrittskarten hier
Montag, 20. Januar 2020, 19 Uhr, Andechser Molkerei Scheitz, Biomilchstraße 1, 82346 Andechs

„Immer nur Wachsen ist auch keine Lösung...“

mehr dazu
Diskussion mit Professorin Karen Pittel vs. Professor Harald Lesch, Moderation: Professor Hans van Ess. Aus der Ringvorlesungs-Reihe „Macht des Verzichts“
Dienstag, 28. Januar 2020, 18.15 – 19.45 Uhr, B 101 Geschwister-Scholl-Platz 1

„Sind wir schuld am Müll in Afrika?“

mehr dazu
Vortrag von Dr. Simone Müller, Moderation: Dr. Susanne Schaffrath, im Rahmen der Ringvorlesung
Dienstag, 4. Februar 2020, 18.15 – 19.45 Uhr, B 101, Geschwister-Scholl-Platz 1

Zum Lesen – aus der SZ und aus dem WEB:

"Wir müssen mit dem Feuer leben"

Der Ökologe Johann Goldammer spricht über die Brände in Australien - und erklärt, warum das Zeitalter der Flammen aus seiner Sicht bereits begonnen hat.
Zum Artikel

Post für den Siemens-Chef

"Fridays for Future" protestiert gegen ein umstrittenes Kohleprojekt in Australien - das fast 80 Millionen Tonnen CO₂ freisetzen würde.
Zum Artikel

Viel zu warm hier

Wie sich die Temperatur in der eigenen Gemeinde in den letzten 137 Jahren entwickelt hat, kann man bei Zeit Online nachsehen.
Zum Artikel

Im Portrait

Garten-Kerbel oder Echter Kerbel

Anthriscus cerefolium (Familie der Doldenblütler)
dav
Doch, das Bild oben ist aktuell! Mitte Januar haben wir im StadtAcker frischen, zarten Kerbel. Man kann zwar nicht behaupten, er sei das Kraut des Monats Januar, aber momentan steht er üppiger im Beet als im Sommer. Das liegt auch am Klimawandel, aber nicht nur. Man macht öfters die Erfahrung, dass sich Kerbel – wie übrigens auch Feldsalat - besser entwickelt, wenn er sich Ende des Sommers an Ort und Stelle selbst aussäen darf. Die Samen haben dann die optimale Reife und können den Zeitpunkt der Keimung selbst bestimmen. Im Frühjahr bleibt die Reihe mit dem angesäten Kerbel dagegen oft recht mickrig. Wichtig ist allerdings ein lockeres, humoses Substrat. Schweren Boden mag Kerbel nicht.
Kerbel ist typischer Bestandteil berühmter Kräutermischungen wie z.B. der fines herbes oder der Frankfurter Grünen Soße, bei uns kennt man ihn eher aus der Neun-Kräuter- oder der Gründonnerstags-Suppe. Man kann ihn zusammen mit einigen Wildkräutern schon früh im Jahr ernten, zu der Zeit, in der man hohen Bedarf nach Vitaminen, Mineralstoffen und Eisen hat. Das feine, anisartige Aroma kommt aber eigentlich am besten solo zur Geltung, frisch zum Salat, über Soße, Suppe oder ein Butterbrot gestreut. Schon in der Antike wurde Echter Kerbel genutzt, sehr früh auch zu Heilzwecken. Seine Wildform hat ihren Ursprung in Westasien, Kaukasus und Südeuropa, die Kulturform hat sich als Gartenflüchtling bald über ganz Europa ausgebreitet.
Ein wilder Verwandter des Garten-Kerbels, der Wiesen-Kerbel, kommt auf unseren heimischen Wiesen relativ häufig vor, (vorausgesetzt, sie sind einigermaßen naturnah). Er ist ebenfalls genießbar und sehr begehrt bei Insekten! Wie übrigens die meisten Doldenblüter, z.B. wilde Möhre, Engelwurz, Fenchel oder Wiesenbärenklau. Diese weißblühenden Doldengewächse sind eine so vielfältige und interessante Familie, dass eigens für sie Seminare angeboten werden, ziemlich selten, denn die echten Experten sind sehr rar. Dieses Jahr gibt es eines in Lech am Arlberg, hier die Infos dazu.
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Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München
Tel. 089 / 307 496 34
Fax 089 / 307 496 36
Kontakt PG StadtNatur:
Alicia Bilang, Hannelore Schnell, Konrad Bucher
stadtnatur@ackermannbogen-ev.de
Kontakt StadtAcker:
stadtacker@ackermannbogen-ev.de
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Gefördert von der Landeshauptstadt München, Sozialreferat
Vorstand: Achim Brezowsky, Henrike Cramer, Herbert Grill, Peter Hangen, Dietlind Klemm
Träger: Ackermannbogen e.V., Anschrift s.o.
Registernummer: VR 16821, Amtsgericht München,
Steuernummer: 143/210/01255
Spendenkonto: Ackermannbogen e.V.,
IBAN: DE09 7009 0500 0003 2849 80
BIC: GENODEF1S04 (Spardabank München)