Sommerzeit ist Erntezeit

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Newsletter mit Informationen der Projektgruppe StadtNatur.
Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten und/oder wenn Sie ihn in ihrem Hauseingang aufhängen. Danke!
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Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
die Erntezeit ist der passende Rahmen, uns vertieft mit dem Klima-Aspekt des Ernährungsthemas zu befassen. Wir durchlaufen dazu ein abwechslungsreiches Programm, bei dem Information, Genuss und kritische Reflexion eine gute Mischung eingehen. Auch hier gilt: Das Lernen geht durch den Magen…
Eine Besonderheit dabei ist, dass immer neue Veranstaltungsideen aus der „StadtAcker-Gemeinde“ hinzukommen! Unten die aktuellen Angebote im Überblick (teilweise wiederholt angekündigt, wenn sich Termin oder Uhrzeit geändert haben). Und gleich zu Beginn der Hinweis auf die Vernissage am 2. August, sie sticht thematisch heraus und passt doch so gut, vermutlich, weil Natur und Kunst dieselbe Sprache sprechen.



So schmeckt Klimaschutz, Teil 1 (Achtung: neue Uhrzeit!)

Vom Acker bis zum Teller entsteht bei der Nahrungsmittelproduktion ein Drittel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Lässt sich diese Menge durch eine bewusste Lebensmittelauswahl verringern? Und schmeckt es dann noch? Hannelore Schnell lädt Sie ein, das zu erkunden – mit Kostproben zum Genießen und Zahlen, um den CO2-Fußabdruck verschiedener Lebensmittel zu vergleichen.
Referentin: Dr. Hannelore Schnell
Freitag, 13. Juli 2018, 17 – 18.30 Uhr, im StadtAcker, bei schlechtem GBS 14



Buchvorstellung „Zwei Grad. Eine Tonne.“

Christof Drexel zeigt mit seinem Buch "Zwei Grad. Eine Tonne." einen Weg auf, wie Klimaschutz durch die Synthese der drei Strategiefelder Lebensstil, Energieeffizienz und erneuerbare Energien gelingen kann. Durch die anschaulichen Darstellungen und die verständliche Sprache wird die an sich hochkomplexe Materie so aufbereitet, dass Klimaschutz selbstverständlicher Teil der Alltagspraxis werden kann.
Referent: Rainer Vallentin
Freitag, 20. Juli 2018, 18 – 19.30 Uhr im StadtAcker, bei schlechtem Wetter GBS 14



Junge Gäste entdecken den StadtAcker (Achtung: neuer Termin!)

Der Garten als wertvoller Lern- und Erlebnisort für Kinder ab 10 Jahren, um ökologische Zusammenhänge zum Thema Artenvielfalt, Ernährung und Klimaschutz mit Kopf, Herz und Hand zu begreifen.
Referentin: Alicia Bilang
Mittwoch, 18.7.2018, 16 - 17.30h, im StadtAcker Anmeldung erwünscht: alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de oder Tel. 089 - 356 95 46



Die wunderbare Welt der Gartenkräuter

Quiz und Tipps zum richtigen Sammeln, Trocknen und Konservieren von Kräutern. Wir werden einen Kräuter-Essig „Made By StadtAcker“ ansetzen. Bitte saubere kleine Flaschen mitbringen.
Referentin: Alicia Bilang
Mittwoch, 25.7.2018, 16 – 17.30 Uhr, im StadtAcker
Mitmachen kostet nichts. Spenden willkommen!
Anmeldung zwecks Materialplanung erwünscht: alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de oder Tel. 089 – 356 9546



Come Together im StadtAcker – Gartenführung und Vernissage „Walking Forest“

die Künstlerin Hauchun Kwong stellt ihr Projekt „Walking Forest“ vor und gibt Einblick in ihre Arbeitsweise und Ideenwelt. Ihr Konzept, ein Werk über den Sommer vor Ort zu erschaffen, den Garten als Atelier zu nutzen und dadurch alle Interessierten am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen, hat die Jury überzeugt, ihren Beitrag aus den Wettbewerbseinreichungen auszuwählen.
Donnerstag, 2.8.2018, 17 Uhr



Kartoffelkombinat trifft StadtAcker – Kochevent im Gemeinschaftsgarten

Wer hat Lust, mit dem Kartoffelkombinat im StadtAcker zu kochen und dabei den Gemeinschaftsgarten kennenzulernen? Gemeinsam werden wir etwas Leckeres aus dem aktuellen Ernteanteil vom Kartoffelkombinat zubereiten und den sommerlichen Garten genießen. Bitte bringt euch Messer, Schneidbrett und Schürze selbst mit! Mittwoch, 15.8.2018, 16 – 19 Uhr im StadtAcker, bei schlechtem Wetter in GBS 14. mitmachen kostet nichts, Spenden willkommen!
Anmeldung über Eintrag in die Doodle-Liste.
https://doodle.com/poll/78q3mbwgmhmwap8m
nach den Sommerferien gibt es jeden dritten Mittwoch im Monat einen Kochabend mit dem Kartoffelkombinat, der auch Gelegenheit bietet, dessen Genossenschaftsprinzip kennenzulernen. Am 19.9., 17.10., 21.11., 19.12., in GBS 14.


Kochabend mit veganen Rezepten

Kann vegan wirklich lecker sein? Lernen Sie eine Auswahl an pfiffigen und einfachen Rezepten aus der veganen Küche kennen und erfahren Sie, was vegane Ernährung mit Klimaschutz zu tun hat. Gemeinsam und unter fachkundiger Anleitung bereiten wir verschiedene vegane Gerichte zu. Ein Abend, an dem sich Freude am gemeinsamen Kochen und Genuss die Hand reichen.
Referentin: Tanja Wassmann
Donnerstag, 22. August 2018, 17 – 21 Uhr, GBS 14
Mitmachen kostet nichts, Materialkosten werden aufgeteilt Anmeldung unter: stadtacker@ackermannbogen-ev.de



So schmeckt Klimaschutz, Teil 2

Die Landwirtschaft ist nicht nur Verursacherin von Treibhausgas-Emissionen sondern auch Betroffene. Wie lässt sie sich klimafreundlicher gestalten und gleichzeitig gegen die Folgen des unvermeidlichen Klimawandels rüsten? So viel sei schon verraten: Nicht nur auf dem Acker sondern auch auf dem Teller ist mehr Vielfalt notwendig. Erfahren Sie, wie wir diese agrarökologische Wende ganz praktisch unterstützen können. Referentin: Dr. Hannelore Schnell
Freitag, 14.9.2018, 18 – 19.30h, im StadtAcker, bei schlechtem Wetter in GBS 14




Andere Veranstaltungen, die wir empfehlen:

Copenhagenize Munich! Mehr Fahrräder = bessere Stadt?

Das Fahrrad ist nicht nur das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, das wir haben, sondern in staugeplagten Großstädten oft auch das schnellste. Was muss sich in München ändern, was kann man von anderen Städten lernen?
Donnerstag, 12.07.2018, 19 Uhr - München, Gotzingerstr. 8. Mehr dazu.



Sozial, nachhaltig, ökologisch: Urbane Lebensqualität im Quartier

Der Dokumentarfilm “Wer wagt beginnt” begleitet die vierte Baugruppe der Wohnbaugenossenschaft Wagnis eG. Film und Diskussion mit Elisabeth Hollerbach, Gründerin und ehem. Geschäftsführender Vorstand der wagnis eG.,
Freitag, 13.7.2018, 19 – 20.30 Uhr, Neues Rottmann. Mehr dazu.



„Umkämpftes Grün. Flächennutzung zwischen wachsender und essbarer Stadt“

Urbane Gärten haben das Potenzial, Stadtbewohnern einen gerechten Zugang zu Natur und guter Ernährung zu bieten. Wie müssen Bodenpolitik und Flächennutzung als Voraussetzung dafür gestaltet werden?
Dienstag, 17.7.2018, 19:00 Uhr BayernForum / Herzog-Wilhelm-Str. 1. Mehr dazu.



Radltour zum Kartoffelkombinat

Führung: Rosi Paulke - in Kooperation mit dem AK „Ökoteller“ BUND Naturschutz (Kreisgruppe München)
Sonntag, 29.7.2018, 10 – 18 Uhr. Mehr dazu.




Im Portrait
zucchetta
Flaschenkürbis, Lagenaria siceraria
Heute stellt sich ausnahmsweise mal keine Art aus der Reihe der essbaren Wildpflanzen vor. Wenn man zurzeit den StadtAcker betritt, sticht einem früher oder später besonders eine Pflanze ins Auge, vor allem wegen ihrer großen weißen Blüten, die nach Regen ein filigranes Muster aufweisen (s.o.) Es ist eine Sorte aus der Gattung der Flaschenkürbisse, die ihrerseits zur Familie der Kürbisgewächse gehört. An den Ranken erkennt man die Kürbis-Verwandtschaft eindeutig. Die Blätter sind besonders weich, ihr Geruch wird als unangenehm beschrieben, ich persönlich mag ihn gerne, weil er an den Duft von Basmatireis erinnert. Das Beeindruckendste ist auf jeden Fall die enorme Wuchskraft dieser Art: sie schafft locker mehrere Meter in unserem kurzen Sommer, obwohl das Wachstum erst mit den warmen Temperaturen richtig einsetzt, ein Hinweis auf ihre tropische Herkunft. Über die Herkunft der Flaschenkürbisse könnte man ein eigenes Kapitel schreiben, wie fast alle Nutzpflanzen haben auch sie einen turbulenten Migrationshintergrund! Man weiß inzwischen, dass sie bereits 7000 v. Chr. in Mittelamerika genutzt wurden. Man dachte, dass sie ursprünglich aus Asien nach Amerika eingeführt wurde, 2014 kam eine erweiterte DNA-Untersuchung aber zum Schluss, dass amerikanische Flaschenkürbisse ursprünglich aus Afrika stammen. Wie sie vor so langer Zeit von Afrika nach Amerika kamen? Übers Meer. Aufgrund von Untersuchungen der Meeresströmung wird eine Reisezeit von 9 Monaten veranschlagt. Für Lagenaria kein Problem, die Samen bleiben über ein Jahr in der Frucht keimfähig. Derzeit machen Flaschenkürbisse im Land der Feinschmecker Karriere, deshalb ist ihr italienischer Name „Zucchetta“ gebräuchlich. Zucchetta Serpente di Sicilia heißt die Sorte, die auch in Bayern wächst. Unsere Gärtnerin Marlies bekam sie über befreundete Gärtner aus dem benachbarten Kleingarten. Von der Verwendung selbst geernteten Saatguts wird abgeraten, weil sich der giftige Bitterstoff Cucurbitacin bilden könne. Werden wir nochmal recherchieren. Und auf welche Zubereitungsart sie uns am besten schmeckt, müssen wir ebenfalls erst ausprobieren, momentan sind die Früchte noch klein. Wir berichten!

Sommerzeit ist auch Ferienzeit - der Garten kennt zwar keinen Urlaub, trotzdem mache ich von 20. bis 31. August Pause mit dem Koordinieren.

Mit sommerlichen Grüßen,
Konrad Bucher
Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München
Tel. 089 / 307 496 34
Fax 089 / 307 496 36
Kontakt PG StadtNatur:
Sprecherin Alicia Bilang
alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de
Kontakt StadtAcker:
stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Gefördert von der Landeshauptstadt München, Sozialreferat
Vorstand: Henrike Cramer, Herbert Grill, Peter Hangen,
Dietlind Klemm, Ricardo Rodriguez
Träger: Ackermannbogen e.V., Anschrift s.o.
Registernummer: VR 16821, Amtsgericht München,
Steuernummer: 143/210/01255
Spendenkonto: Ackermannbogen e.V.,
IBAN: DE09 7009 0500 0003 2849 80
BIC: GENODEF1S04 (Spardabank München)