Unser Mitmach-Programm im Herbst

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Newsletter mit Informationen der Projektgruppe StadtNatur.
Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten und/oder wenn Sie ihn in ihrem Hauseingang aufhängen. Danke!
sdr
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
Vielleicht war dieser weitere Extrem-Sommer letztlich gar nicht so schlecht für die Sache mit dem Klimaschutz? Nach Waldbränden in Griechenland, Schweden und Lettland, hohen Plusgraden am Nordkap, das Fischsterben und die krasse Trockenheit in unseren Breiten - über die Tornados in den USA reden wir schon gar nicht mehr - ist der Klimawandel mittlerweile auch in den Mainstream-Medien angekommen.
Laut Weltmeteorologieorganisation (WMO) erleben wir zur Zeit die höchsten Schäden infolge extremer Wetterlagen seit Beginn der Aufzeichnungen.
Dessen ungeachtet wird die Klimapolitik immer noch mit nachgeordneter Priorität behandelt: Die Formulierung, wonach "die Handlungslücke zur Erreichung des Klimaziels 2020 so schnell wie möglich" geschlossen, das Klimaziel 2030 aber "auf jeden Fall" erreicht werden solle, ist die euphemistische Ausdrucksweise dafür, dass der klimapolitische Vorreiter Deutschland seinen Ambitionen hinterherhinkt.
Durch gesetzliche Blockaden in Berlin und München ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien annähernd zum Erliegen gekommen.
Umso begrüßenswerter sind die Bemühungen kleiner lokaler Akteure: der Verein Klimaschutz - Bayerns Zukunft e.V. startete jüngst die Unterschriftenaktion für das Volksbegehren "Klimaschutz in die Bayerische Verfassung". Bis zum 4. Oktober will der Verein die erforderlichen 25 000 Unterschriften sammeln, um dann die Aufnahme des Staatszieles Klimaschutz in die Verfassung in Bayern beantragen zu können.
Ziel des Volksbegehrens ist es, den Klimaschutz und die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien als Staatsziele in der Bayerischen Verfassung zu verankern. Medienberichte dazu hier.
Unterschreiben könnt Ihr entweder im StadtAcker (mittwochs und freitags) oder im Büro der NachbarschaftsBörse.
Bevor wir zu unseren bevorstehenden Veranstaltungen kommen, noch kurz ein Nachtrag: Am 26. Juli erhielt der StadtAcker im Rahmen des Wettbewerbs der LH München "Mehr Grün für München" im Rathaus den 2. Preis in der Kategorie "vorbildliche persönliche Leistung". Auf der Bühne hatten natürlich nicht alle Aktiven Platz, die zum Entstehen und Gelingen des Gemeinschaftsgarten beigetragen haben. Stellvertretend nahmen die drei besonders engagierten Gründerinnen Hannelore, Alicia und Heidrun den Preis von Bürgermeister Josef Schmid entgegen. Hier das Bild dazu.
unser Mitmach-Programm für den Herbst:

So schmeckt Klimaschutz, Teil 2

Die Landwirtschaft verursacht nicht nur Treibhausgas-Emissionen, sondern ist selbst auch davon betroffen. Wie lässt sie sich klimafreundlicher gestalten und gleichzeitig gegen die Folgen des unvermeidlichen Klimawandels rüsten?
So viel sei schon verraten: Nicht nur auf dem Acker sondern auch auf dem Teller ist mehr Vielfalt notwendig. Erfahren Sie, wie wir diese agrarökologische Wende ganz praktisch unterstützen können.
U.a. gibt es eine Verkostung von "Alb-Leisa" (Bio-Linsen aus der Schwäbischen Alb, mehr dazu), die bei Interesse an diesem Abend auch bestellt werden können.
Referentin: Dr. Hannelore Schnell
Freitag, 14. September 2018, 18 – 19.30 Uhr, GBS 14
mitmachen kostet nichts, wir freuen uns über eine Spende!



Kartoffelkombinat trifft StadtAcker
Kochevent im Gemeinschaftsgarten

Wer hat Lust, mit dem Kartoffelkombinat im StadtAcker zu kochen, dabei das Genossenschaftsprinzip der CSA und den Gemeinschaftsgarten kennenzulernen?
Gemeinsam werden wir etwas Leckeres aus dem aktuellen Ernteanteil vom Kartoffelkombinat zubereiten und den spätsommerlichen Garten genießen.
Bitte bringt euch Messer, Schneidbrett und Schürze selbst mit!
Mittwoch, 19. Sept. 2018, 18 – 21 Uhr im StadtAcker,
bei schlechtem Wetter in GBS 14.
mitmachen kostet nichts, wir freuen uns über eine Spende!
Anmeldung über Eintrag in die Doodle-Liste:



Kornelkirsche & Co -
Ernte und Zubereitung von Marmelade

bei einem Spaziergang durch den Olympiapark sammeln wir gemeinsam essbare Wildfrüchte wie Kornelkirschen, Schlehen, Weißdorn und Hagebutten und kochen daraus vor Ort Marmelade. Jede/r kann sich ein kleines Glas mitnehmen.
Außerdem gibt es Kostproben, z. B. Kornelkirschen-Eis und Likör.
Bitte mitbringen: kleines sterilisiertes Einmachglas, Teller, Becher, Löffel.
Referentin: Alicia Bilang
Samstag, 6. Oktober 2018, 14.30 - 17 Uhr (Achtung: Neuer Termin!)
Treffpunkt: Ackermannstraße Ecke Spiridon-Louis-Ring
Kosten (inkl. Material und Brotzeit): Erwachsene 10,-€, Familien 15,-€, Kinder ab 10 Jahren dürfen alleine mitmachen.
Anmeldung erforderlich: alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de, Tel.: 0171-788 47 37



Moor-Exkursion ins Weid- und Schechenfilz

Moore sind artenreiche Lebensräume von hohem ästhetischen Reiz und außerdem bedeutende CO2-Speicher. Im Rahmen des Klimaprojekts "Kurze Wege für den Klimaschutz" besuchen wir das Weid- und Schechenfilz zwischen Seeshaupt und Iffeldorf als gelungenes Beispiel einer erfolgreichen Moorrenaturierung. Wir unternehmen eine geführte Wanderung von ca. 10km Länge.
Sonntag, 7. Oktober 2018, Treffpunkt 9 Uhr am Hbf.
Alle weiteren Infos bei der Anmeldung unter stadtacker@ackermannbogen-ev.de



Essbare oder giftige Wildbeeren?
Infotisch mit Kostproben und Rezepten

Einheimischen Beerensträucher sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und Menschen. Auf Erkundungsrunde im Garten entdecken wir, welche Wildbeeren in Stadtacker angepflanzt wurden. Anhand von Anschauungsmaterial lernen wir, welche Wildbeeren aus den Grünflächen am Ackermannbogen essbar oder giftig sind.
Referentin: Alicia Bilang
Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16 - 17.30 Uhr
Treffpunkt: StadtAcker
Für Kinder und Erwachsene geeignet. Mitmachen kostet nichts. Spenden willkommen!
Anmeldung nicht erforderlich.



Essen ist LebensEnergie

Der StadtAcker beteiligt sich am 12. Münchner Klimaherbst, der dieses Jahr zahlreiche Veranstaltungen unter dem Motto „Energie für die Wende“ anbietet. Dieses Thema passt auch zum StadtAcker: Rund 40 GärtnerInnen säen, pflanzen und ernten hier gemeinsam Lebensenergie – für sich, für die Nachbarschaft und fürs Klima. Was Gemüse, Humus und Terra Preta mit Klimaschutz zu tun haben, erfahrt Ihr bei unserem Aktionstag „Nachbarn für Nachhaltigkeit“ an den Ständen im StadtAcker mit Kostproben aus dem Gartenjahr.
Samstag, 13. Oktober 2018, 15 – 18 Uhr im StadtAcker
Keine Anmeldung erforderlich



Klimaquartier Ackermannbogen

Am Ackermannbogen gibt es eine ganze Reihe klimarelevanter Gebäude und Konzepte: Von mehreren Passivhäusern, diversen Dachgärten und Car-Sharing-Stationen über die europaweit einmalige Anlage der Solaren Nahwärme bis hin zum Gemeinschaftsgarten StadtAcker.
Bei einem Spaziergang wollen wir Potenziale für den Klimaschutz in der Quartiersplanung zeigen und diskutieren.
Referenten: Rainer Vallentin und Heidrun Eberle
Samstag, 13. Oktober 2018, 14 – 16 Uhr
Treffpunkt Nachbarschaftsbörse, Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9
Teilnahme kostenfrei, Spenden erbeten



KlimaMenü im Rigoletto

Was steht auf der Speisekarte, wenn Köche auf lange Transportwege für Lebensmittel verzichten und einmal wirklich nur regionale und saisonale Zutaten in die Küche kommen? Sabine Pour antwortet mit einem ganzen Menü darauf und zeigt uns, dass kulinarischer Genuss und Klimaschutz gut harmonieren.
Sonntag, 14. Oktober 2018, ab 18 Uhr,
ab dann gibt es im Rigoletto jeden Freitag ein Gericht aus regionalen und saisonalen Zutaten.
Speisecafé Rigoletto, Rosa- Aschenbrenner-Bogen 9



Kochabend "Arm aber Bio!"

Es werden günstige, aber gesunde Mahlzeiten zusammen zubereitet, die zeigen, dass es möglich ist, sich auch mit wenig Geld gesund und klimagerecht zu ernähren. Wir arbeiten auf der Grundlage der Kochbücher "Arm aber Bio".
Am Herd: Hannelore Schnell
Freitag, 19. Oktober 2018, 17 - 20 Uhr, GBS 14
Anmeldung erbeten: nachbarschaftsboerse@ackermannbogen-ev.de oder Tel. 089-307 496 35
Mitmachen kostet nichts!

Andere Veranstaltungen, die wir empfehlen:

Auftakt des 12. Münchner Klimaherbstes

Dienstag, den 09. Oktober 2018 ab 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
im Alten Rathaussaal, Marienplatz 15
Mehr dazu. Anmeldung hier



Veranstaltungen des 12. Münchner Klimaherbstes

Programm hier

Im Portrait

Die Sojabohne, Glycine max - weltweit bedeutendste Nutzpflanze
sdr
Zur Zeit reifen im StadtAcker die Sojabohnen. Im Rahmen des Projekts 1000 Gärten haben wir Anfang Mai 12 Sorten ausgesät und seither in ihrem Wuchsverhalten dokumentiert. Bei diesem Projekt geht es darum, die Sojabohne auf ihre Eignung für den Anbau in Deutschland zu testen, um längerfristig unabhängig zu werden von den Importen aus den USA, Brasilien und Argentinien, wo für Soja immer noch Regenwälder abgeholzt werden, und außerdem gentechnisch veränderte Sorten unter hohem Pestizid-Einsatz angebaut werden. Ein Ziel des Projekts ist es auch, Sorten zu identifizieren, die sich für die menschliche Ernährung eignen.
Denn obwohl Soja hauptsächlich als Futtermittel oder auch für die Industrie (das Sojaöl) verwendet wird, spielt sie eine wichtige Bedeutung für die menschliche Ernährung: Sie hat mit 35 - 40 % den höchsten Eiweißgehalt unter allen Hülsenfrüchten. Und Soja-Eiweiß besitzt im Vergleich zu anderen pflanzlichen Eiweißen eine höhere biologische Wertigkeit, d.h., dass es optimal zu körpereigenem Eiweiß umgebildet werden. Nicht umsonst wird die Sojabohne in ihrem Ursprungsland seit Jahrtausenden als wichtigste Nahrungspflanze geschätzt. Die ältesten Belege stammen aus Nordchina (7000 v. Chr.) und Japan (5000 v. Chr.)
Viel mehr möchte ich gar nicht erzählen, denn Hannelore hat für den Klimaherbst-Aktionstag am 13.10. eine sehr anschauliche Dokumentation über die Sojabohne erstellt. Sie wird im StadtAcker zu sehen sein.
Nur so viel: der Anbau hat gut geklappt bei uns, alle Sorten können beerntet werden, auch jene Reihen, die versuchsweise nicht gegossen wurden. Für den Boden bringt die Sojabohne wie alle Schmetterlingsblütler sogar einen entscheidenden Vorteil: Im Vergleich zu anderen Pflanzen entzieht sie dem Boden keinen Stickstoff, sondern sammelt diesen mit Hilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, sie fixiert also den Luftstickstoff im Boden und macht Düngung überflüssig.
Die nächste Zeit ernten wir unsere Sojabohnen ab. Wer sie vorher noch in natura bewundern will, kann das bei einem Besuch im StadtAcker gern tun!


Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München
Tel. 089 / 307 496 34
Fax 089 / 307 496 36
Kontakt PG StadtNatur:
Sprecherin Alicia Bilang
alicia.bilang@ackermannbogen-ev.de
Kontakt StadtAcker:
stadtacker@ackermannbogen-ev.de
Gefördert von der Landeshauptstadt München, Sozialreferat
Vorstand: Henrike Cramer, Herbert Grill, Peter Hangen,
Dietlind Klemm, Ricardo Rodriguez
Träger: Ackermannbogen e.V., Anschrift s.o.
Registernummer: VR 16821, Amtsgericht München,
Steuernummer: 143/210/01255
Spendenkonto: Ackermannbogen e.V.,
IBAN: DE09 7009 0500 0003 2849 80
BIC: GENODEF1S04 (Spardabank München)