Zahlen, Daten, Fakten

NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen

Büro: Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München
Tel. 089 – 307 496 35
Dipl. Soz. Geogr. Heidrun Eberle, Dipl.Ing. Marcia Zieglmeier
,ed.1513407833ve-ne1513407833gobnn1513407833amrek1513407833ca@es1513407833reobs1513407833tfahc1513407833srabh1513407833can1513407833  www.ackermannbogen-ev.de

Kurz-Info zum Quartier Ackermannbogen

Bebauung: sukzessive Bebauung seit 2004, Gesamtfertigstellung in 2017, ca. 2250 Haushalte/ca. 6700 Menschen, Wohnungsstruktur gemäß Münchner Mischung, d.h.50 % freifinanzierter, 50% geförderter Wohnungsbau, ca. 190 Genossenschaftswohnungen der wagnis eG, 11 Baugemeinschaften mit ca. 140 Wohneinheiten

Sozialstruktur: insgesamt überwiegend Familien mit mehreren Kindern, d.h. überdurchschnittlich hoher Anteil an Kindern & Jugendlichen (25%), ca. 23 % Nachbarinnen und Nachbarn mit Migrationshintergrund aus insgesamt 46 Nationen, ca. 500 Haushalte in EOF-Wohnungen;

Kurz-Info zur NachbarschaftsBörse (NB)

Trägerschaft: Ackermannbogen e.V., gemeinnütziger Quartiersverein für Nachbarschaft, Umwelt, Kultur, siehe auch Organigramm Ackermannbogen e.V.

Umgriff: Neubaugebiet Ackermannbogen mit ca. 2250 Haushalten bzw. ca. 6700 Menschen

Standorte & Räume:
seit 2005: Betrieb des Standorts Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9 (2 Räume, ca. 70 qm)
seit 2007: Betrieb des Standorts Elisabeth-Kohn-Str. 15/UG (2 Räume, ca. 100 qm)
ab 06/2015: Betrieb des Standorts Georg-Birk-Straße 14 (1 Raum plus Gruppenküche, ca. 80 qm)
aufgrund der hohen Nachfrage außerdem teilweise Nutzung weiterer Gemeinschaftsräume (Raum Olymp mit 60 qm, KreativGarage mit Studio, QuartiersWerkstatt, RaumDrei, insgesamt ca. 200 qm)

Stellenausstattung: seit 2005 unverändert 20 h/Woche für hauptamtliche Leitung, trotz Vervierfachung der Bevölkerungszahl, seit 2007 Unterstützung durch Mitarbeiterin (10h/Woche)

Unterstützung durch Ehrenamtliche: dank der NachbarschaftsBörse als Anlauf- und Koordinierungsstelle engagieren sich 30 bis 50 NachbarInnen z.T. über Jahre regelmäßig, kompetent, zuverlässig und mit hohem zeitlichen Einsatz in ihrem Wohnumfeld (z.B. für Hausaufgabenhilfe, Gartenprojekt, interkulturelle und stadtteilkulturelle Projekte), insgesamt pro Jahr ca. 5000 Stunden

NutzerInnen (Auszug aus der Statistik 2014):
durchschnittlich ca. 50 verschiedene Gruppen/Monat mit ca. 2500 NutzerInnen (Mehrfachzählung bei Mehrfachnutzung), davon derzeit ca. 15% NachbarInnen mit Migrationshintergrund, Tendenz steigend

Alleinstellungsmerkmale NachbarschaftsBörse (NB)

Strukturell:
– lokaler Trägerverein mit derzeit 530 Mitgliedern und ehrenamtlichem Vorstand sowie mehreren thematischen, ehrenamtlich organisierten Projektgruppen ( Älter werden am Ackermannbogen, Forum, Hallensport und StadtNatur)
– dadurch viele inhaltliche und personelle Synergien bei nachbarschaftlichen Themen
– Mitarbeiterinnen der NachbarschaftsBörse wohnen auch selbst im Quartier
– NB-Büro mit 19 Stunden Öffnungszeit pro Woche von zentraler Bedeutung als Anlaufstelle für Fragen und Information rund um Wohnen und Nachbarschaft
– NachbarschaftsBörse ist erste „Andockstelle“ für Engagement im Wohnumfeld
– von einem Bürostandort aus werden mehrere dezentrale Gemeinschaftsräume gemanagt
– starke Präsenz und hoher Bekanntheitsgrad der NB im Quartier (und darüber hinaus)
– sehr stark ausgelastete Gemeinschaftsräume (von allen Altersgruppen, allen sozialen Schichten, allen Einkommengruppen)
– durch Engagement der Projektgruppe „Älter werden am Ackermannbogen“ Realisierung des Projekts „Wohnen bleiben im Viertel“ (in Anlehnung an das Konzept WiV der LHM)
– von 2006-2011 war Ackermannbogen e.V./NachbarschaftsBörse Bundes-Modellprojekt im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) zum Thema „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“, in diesem Zusammenhang u.a. Realisierung von KreativGarage und KulturPassage

Inhaltlich:
Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen in folgenden fünf Bereichen:
– bedarfsorientierte und intermediäre Quartiersarbeit, d.h. Themen aufgreifen, um die sich sonst keiner kümmert
– Sicherung bzw. Stärkung von Teilhabe aller, v.a. aber sozial benachteiligter Nachbarinnen und Nachbarn
– professionelle Unterstützung von lokalem bürgerschaftlichem Engagement und damit Stärkung von Selbstorganisation und Selbsthilfe im nachbarschaftlichen Kontext
– Unterstützung beim Aufbau komplementärer Strukturen (Spielgruppen, Hausaufgabenhilfe, Mittagsbetreuung, nachbarschaftliche Assistenz- und Unterstützungsnetze)
– Vermittlung bei nachbarschaftlichen Konflikten (z.B. Nutzungkonflikte im öffentlichen Raum, Konflikte zwischen Generationen oder zwischen sozialen Schichten)

Dies setzen wir um, z.B. durch
ausgewogene Mischung kostenloser und kostenpflichtiger Mitmach-Angebote, die sich aus den Bedarfen der Nachbarschaft ergeben,
spezifische Mitmach-Angebote für Zielgruppen, die sonst keine Unterstützungs- und Vernetzungsmöglichkeit im Quartier hätten:
– Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund (tägl. Mo-Do-Nachmittag)
– Interkultureller Frauenabend (wichtig v.a. für muslimische Frauen, 1 x monatlich)
– FrühstücksTreff (Vernetzungstreffen für Frauen, 1 x wöchentlich)
– Frauencafé (Selbsthilfe-Treffen für Migrantinnen, 1 x monatlich)
– Volleyball für Frauen (wichtig v.a. für muslimische Frauen, 1 x wöchentlich)
breit gefächerte Mitmach-Angebote, die möglichst niedrigschwellig und für möglichst viele verschiedene Alters- und Interessensgruppen sind und v.a. der nachbarschaftlichen Vernetzung dienen: Flohmarkt, KinderMärkte, BücherTauschBörse, KleiderTauschPartys, AdventsSelberMarkt, Public Picnic, tanzbar-Partys, außerdem zahlreiche Angebote in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Betreuung, Freizeit
Gemeinschaftsgarten-Projekt StadtAcker (1000 qm nahe des Stadtplatzes in der Urbanen Mitte, integrativer und inklusiver Ansatz, keine Parzellen, nur Gemeinschaftsbeete)

Methodisch / kommunikativ:
regelmäßig Infostände bei größeren Veranstaltungen, ständige Tür&Angel-Gespräche und (nach Bezug eines Bauabschnitts) aktivierende Befragungen
persönlich überreichte Begrüßungsmappen mit wichtigen Infos für alle neu zugezogenen NachbarInnen
ständig aktuell gepflegte Homepage, über die alle Mitmach-Angebote von NB, Ackermannbogen e.V. und Projektgruppen abrufbar sind
monatlicher mail-newsletter der NB an mehr als 900 Haushalte
halbjährliches Info-Heft an alle Haushalte mit allen Terminen & Mitmach-Angeboten
Quartierszeitung Ackermannbote (erscheint 2 x p.a., ehrenamtliches Redaktionsteam, Koordination über NB, Finanzierung der Druckkosten über Anzeigen, Verteilung über Ehrenamtliche an alle Haushalte, neben dem Informationswert sehr hohe Bindungs- und Identifikationswirkung)
engagierte Nachbarinnen mit Migrationshintergrund als Multiplikaktorinnen für diese Zielgruppe
zentrales Raummanagement mit immer aktuellem online-Belegungsplan
zahlreiche Kooperationen der NB mit Akteuren innerhalb und außerhalb des Quartiers (BA, BSA, REGSAM, Jugendzentrum, Jugend- und Kontaktbeamte der Polizei)

Themen, die wir (mit mehr Ressourcen) gerne angehen würden:

– Betrieb Standort Georg-Birk-Straße 14 im 4.Bauabschnitt, baldige Eröffnung dringlich, da u.a. Raumbedarf durch Mittagsbetreuung & Hausaufgabenprojekt, außerdem wichtig als „Angebots- und Aneignungsraum“ für die direkten Anlieger (d.h. ca. 100 Haushalte bei Gewofag und GWG, die im Frühjahr/Sommer einziehen)
– Ausbau Hausaufgabenhilfe, v.a. für ca. 100 EOF-Haushalte im 4. Bauabschnitt
nachbarschaftsfördernde Angebote v.a. für 100 EOF-Haushalte im 4. Bauabschnitt
– Inklusion im Quartier: Stärkere inklusive Ausrichtung bisheriger und Schaffung neuer, inklusiver Angebote (im Sinne der UN-BRK) auf Quartiersebene / im Nachbarschaftskontext
– Patenprojekt für Familien, Kinder, Jugendliche mit Unterstützungsbedarf
Unterstützung von Akteuren in der Flüchtlingshilfe (Räume, Ehrenamtliche, Angebote)
– Aufbau einer klassischen Nachbarschaftshilfe (Schaffung von Assistenzstrukturen)
– StadtAcker-Projekt: Aufbau einer tragfähigen Selbstorganisation mit stadtweiter Vernetzung
– noch mehr niedrigschwellige, selbsthilfe-orientierte Angebote
– Einrichtung eines Repair-Cafés in der QuartiersWerkstatt der KreativGarage

Stand: Februar 2016, zusammengestellt von Heidrun Eberle, Gesamtleitung NachbarschaftsBörse

hier auch als pdf zum download…